Heimspeicher gewinnen zunehmend an Bedeutung für alle, die ihre Energiekosten senken und unabhängiger vom Stromnetz werden möchten. Die Erweiterungsbatterie BP2700 bietet sich als Upgrade für bestehende Solarbank-Systeme an. Dieser Anker SOLIX BP2700 Erweiterungsbatterie Test untersucht, ob die Investition in den zusätzlichen Speicher tatsächlich sinnvoll ist und welche Vorteile sich im Alltag ergeben.
Viele Nutzer stehen vor der Frage, ob eine Kapazitätserweiterung notwendig ist oder das Basissystem ausreicht. Die BP2700 verspricht nicht nur mehr Speichervolumen, sondern auch eine höhere Ladeleistung. Ob diese technischen Eigenschaften den Preisunterschied rechtfertigen, hängt stark vom individuellen Stromverbrauch und den persönlichen Zielen ab. Dieser Review beleuchtet alle relevanten Aspekte – von der Installation über die Leistungsdaten bis hin zur Alltagstauglichkeit.
Was ist die Anker SOLIX BP2700 Erweiterungsbatterie?
Die BP2700 gehört zur Produktfamilie der modularen Energiespeicher und erweitert bestehende Solarbank-Systeme um zusätzliche Kapazität. Mit 2,7 Kilowattstunden bietet sie deutlich mehr Speichervolumen als kleinere Modelle. Das System wurde speziell für die Kombination mit der Solarbank 3 Pro entwickelt und lässt sich nahtlos in bestehende Installationen integrieren.
Das Gerät arbeitet als Erweiterungsmodul und erhöht nicht nur die verfügbare Energiemenge, sondern auch die maximale Ladeleistung des Gesamtsystems. Anders als bei reinen Kapazitätserweiterungen beeinflusst die BP2700 damit auch die Geschwindigkeit, mit der Solarstrom gespeichert werden kann. Diese Eigenschaft macht sie besonders interessant für Haushalte mit hohem Eigenverbrauch.
Technisch basiert die BP2700 auf bewährter Lithium-Ionen-Technologie mit langlebigen Zellen. Die Aluminiumkonstruktion sorgt für Robustheit und effiziente Wärmeableitung. Alle Komponenten sind auf eine Lebensdauer von mehreren tausend Ladezyklen ausgelegt. Das modulare Konzept erlaubt eine flexible Anpassung an veränderte Energiebedürfnisse über die Jahre hinweg.
Technische Daten im Detail
| Spezifikation | Wert |
|---|---|
| Speicherkapazität | 2,7 kWh |
| Maximale Ladeleistung | 2.400 W |
| Ladezyklen | ca. 6.000 |
| Gewicht | ca. 24 kg |
| Gehäusematerial | Aluminium |
| Schutzklasse | Wetterfest (Außeneinsatz) |
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Die Speicherkapazität von 2,7 kWh ermöglicht es, den Strombedarf eines durchschnittlichen Haushalts für mehrere Stunden zu decken. Bei einem typischen Tagesverbrauch von 10 bis 15 kWh lässt sich damit ein bedeutender Anteil der Abend- und Nachtstunden überbrücken. Die nutzbare Kapazität liegt aufgrund des Batteriemanagements geringfügig unter dem Nominalwert.
Das Gewicht von etwa 24 Kilogramm erfordert eine stabile Wandbefestigung, ist aber für eine Person noch handhabbar. Die Abmessungen entsprechen denen der Basiseinheit, sodass sich eine stapelbare Konstruktion ergibt. Alle Anschlüsse sind wetterfest ausgeführt und für den Außeneinsatz geeignet. Die Schutzklasse gewährleistet sicheren Betrieb auch bei wechselnden Witterungsbedingungen.
Besonders relevant ist die maximale Ladeleistung von 2.400 Watt, die das Gesamtsystem erreichen kann. Ohne Erweiterungsbatterie liegt dieser Wert bei nur 1.200 Watt. Diese Verdopplung bedeutet, dass an sonnigen Tagen deutlich mehr Energie gespeichert werden kann. Die Entladeleistung orientiert sich am Bedarf der angeschlossenen Verbraucher und lässt sich über die App präzise steuern.

Lieferumfang und Verpackung
Der Versand erfolgt in einer stabilen Außenverpackung, die zusätzlichen Schutz während des Transports bietet. Im Inneren befindet sich die eigentliche Produktverpackung mit detaillierten Installationsanleitungen in mehreren Sprachen. Die mehrschichtige Verpackung verhindert Transportschäden zuverlässig und entspricht den üblichen Standards für Elektronikprodukte dieser Preisklasse.
Im Lieferumfang enthalten:
- BP2700 Erweiterungsbatterie
- 2 Montagebügel aus Metall
- Wandbefestigungsset mit Schrauben und Dübeln
- Schnellstartanleitung (mehrsprachig)
- QR-Code für digitale Bedienungsanleitung
- Gummidichtungen und Schutzabdeckungen
Die Verarbeitung der Aluminiumoberfläche wirkt hochwertig und kratzfest. Alle Kanten sind sauber verarbeitet, und die Spaltmaße zwischen den Gehäuseteilen fallen gleichmäßig aus. Die graue Metallic-Lackierung fügt sich optisch gut in moderne Hausinstallationen ein. Gummidichtungen an den Anschlüssen schützen vor Feuchtigkeit und Staub.
Installation und Inbetriebnahme
Montage Schritt für Schritt
Die Installation beginnt mit der Vorbereitung des bestehenden Systems. Zunächst muss die Solarbank vom Stromnetz getrennt und alle Verbindungen gelöst werden. Falls Solarmodule angeschlossen sind, sollten auch diese abgekoppelt werden. Das fünf Meter lange Netzkabel lässt sich problemlos entfernen und später wieder anschließen.
An der Oberseite der Basiseinheit befindet sich eine verschraubte Gummiabdeckung, die den Anschluss für Erweiterungsmodule schützt. Nach dem Lösen zweier Kreuzschlitzschrauben kann diese Abdeckung entfernt werden. Darunter kommt eine weitere Dichtung zum Vorschein, die ebenfalls demontiert werden muss. Diese Dichtungen sollten sicher aufbewahrt werden, falls das System später wieder in den Ursprungszustand versetzt werden soll.
Die Erweiterungsbatterie wird vorsichtig auf die Basiseinheit aufgesetzt. Dabei ist darauf zu achten, dass die Kontakte exakt aufeinander treffen. Die mitgelieferten Montagebügel werden seitlich eingeschoben und mit den beiliegenden Schrauben fixiert. Beim Anheben des kombinierten Systems sollten stets die Griffe der unteren Einheit verwendet werden, da die Konstruktion ansonsten instabil werden kann.
Elektrische Verbindung und App-Einrichtung
Nach der mechanischen Verbindung wird das Netzkabel wieder angeschlossen und das System eingeschaltet. Die Erweiterungsbatterie aktiviert sich automatisch und beginnt mit einer Selbstdiagnose. Ein Leuchtband an der Frontseite signalisiert den Betriebszustand durch verschiedene Farbmuster. Der gesamte Einschaltvorgang dauert nur wenige Sekunden.
Die zugehörige Smartphone-App erkennt die neue Konfiguration beim nächsten Start selbstständig. Allerdings fordert das System zunächst ein Firmware-Update an, das über die WLAN-Verbindung heruntergeladen wird. Dieser Vorgang nimmt etwa drei bis fünf Minuten in Anspruch und sollte nicht unterbrochen werden. Nach erfolgreichem Update startet das System neu und die Erweiterungsbatterie erscheint in der Geräteübersicht.
Die Konfiguration erfolgt über intuitive Menüs in der App. Nutzer können Ladezeiten festlegen, Entladeprioritäten setzen und Schwellenwerte für die Netzeinspeisung definieren. Das System bietet verschiedene Betriebsmodi, die sich an Strompreisen oder Eigenverbrauchszielen orientieren. Alle Einstellungen lassen sich jederzeit anpassen und treten sofort in Kraft.

Matthias Schiestl und Team helfen Ihnen jederzeit zuverlässig und schnell bei allen Fragen und wie Sie die Geräte zuverlässig und effizient in Ihrem Alltag nutzen können. » mehr über uns erfahren
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Leistung im Praxistest
Die erhöhte Ladeleistung von 2.400 Watt macht sich besonders an sonnigen Vormittagen bemerkbar. Während das Basissystem bei starker Sonneneinstrahlung schnell an seine Grenzen stößt, kann die erweiterte Konfiguration deutlich mehr Energie aufnehmen. An einem typischen Sommertag mit sechs Sonnenstunden lassen sich so bis zu 12 kWh speichern, statt nur etwa 7 kWh ohne Erweiterung.
Das Entladeverhalten passt sich flexibel an den aktuellen Verbrauch an. Haushaltsgeräte wie Kühlschrank, Beleuchtung und Elektronik werden problemlos versorgt. Selbst kurzzeitige Lastspitzen durch Wasserkocher oder Mikrowelle bewältigt das System ohne Probleme. Die Umschaltung zwischen Batterie- und Netzbetrieb erfolgt verzögerungsfrei und ist für angeschlossene Geräte nicht wahrnehmbar.
Die Effizienz liegt im erwartbaren Bereich für Lithium-Ionen-Speicher. Etwa 85 bis 90 Prozent der eingespeicherten Energie stehen tatsächlich zur Verfügung. Verluste entstehen hauptsächlich durch Wärmeentwicklung und interne Steuerungsprozesse. Bei moderaten Temperaturen arbeitet das System effizienter als bei extremer Hitze oder Kälte. Die Batterieverwaltung optimiert die Zellennutzung kontinuierlich, um eine gleichmäßige Alterung zu gewährleisten.

Lebensdauer und Zyklenfestigkeit
Die angegebenen 6.000 Ladezyklen entsprechen bei täglicher Nutzung einer theoretischen Lebensdauer von etwa 16 Jahren. In der Praxis hängt die tatsächliche Haltbarkeit stark von den Nutzungsbedingungen ab. Extreme Temperaturen, sehr hohe Lade- oder Entladeraten und vollständige Entladungen können die Lebensdauer verkürzen. Moderate Nutzung mit Teilzyklen wirkt sich dagegen schonend aus.
Das integrierte Batteriemanagementsystem überwacht permanent Spannung, Temperatur und Ladezustand aller Zellen. Unausgewogene Zustände werden durch aktives Balancing ausgeglichen. Diese Schutzfunktionen tragen maßgeblich zur Langlebigkeit bei. Nutzer müssen sich nicht um technische Details kümmern, da alle Prozesse automatisch ablaufen.
Über einen Zeitraum von zehn Jahren bei normaler Nutzung ist mit einem Kapazitätsverlust von etwa 20 Prozent zu rechnen. Die BP2700 würde dann noch rund 2,2 kWh speichern können. Selbst nach diesem Zeitraum bleibt das System funktionsfähig und kann weiter genutzt werden. Die längerfristige Investition amortisiert sich durch eingesparte Stromkosten und erhöhte Autarkie über viele Jahre hinweg.
Vergleich: BP2700 vs. BP1600
| Merkmal | BP1600 | BP2700 |
|---|---|---|
| Speicherkapazität | 1,6 kWh | 2,7 kWh |
| Maximale Ladeleistung | 2.200 W | 2.400 W |
| Ladezyklen | ca. 6.000 | ca. 6.000 |
| Gewicht | ca. 18 kg | ca. 24 kg |
| Preisklasse | Einstieg | Premium |
Die kleinere BP1600 bietet mit 1,6 kWh deutlich weniger Speichervolumen bei einem Preisvorteil von etwa 250 Euro. Für Singlehaushalte oder Paare mit geringem Verbrauch kann diese Variante ausreichend sein. Die Ladeleistung erreicht mit 2.200 Watt immerhin 92 Prozent der BP2700, was im Alltag kaum einen spürbaren Unterschied macht.
Der entscheidende Faktor ist die benötigte Speicherkapazität. Wer abends und nachts regelmäßig mehr als 1,5 kWh verbraucht, stößt mit der kleineren Version schnell an Grenzen. Die BP2700 deckt auch Bedarfsspitzen ab und ermöglicht es, mehr Überschussenergie für später aufzubewahren. Familien mit höherem Stromverbrauch profitieren daher deutlich von der größeren Kapazität.
Beide Modelle weisen eine vergleichbare Zyklenfestigkeit auf, sodass die Lebensdauer pro gespeicherter Kilowattstunde bei der BP2700 günstiger ausfällt. Rechnet man die Kosten pro nutzbarer kWh über die gesamte Lebensdauer, ergibt sich für die größere Variante ein besseres Verhältnis. Allerdings muss diese Kapazität auch tatsächlich genutzt werden, damit sich der Vorteil realisiert.
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Vor- und Nachteile im Überblick
Vorteile:
- Hohe Speicherkapazität von 2,7 kWh für mehrstündige Stromversorgung
- Maximale Ladeleistung von 2.400 W ermöglicht schnelles Laden
- Werkzeuglose Plug-and-Play-Installation in unter einer Stunde
- Robuste Aluminiumkonstruktion für Langlebigkeit
- Automatische Erkennung durch die App vereinfacht Inbetriebnahme
- Flexibles Energiemanagement mit verschiedenen Betriebsmodi
- Erweiterbar durch zusätzliche Module für mehr Kapazität
Nachteile:
- Höhere Anschaffungskosten im Premium-Segment
- Gewicht von 24 kg erschwert Handhabung für Einzelpersonen
- Umwandlungsverluste von 10-15 % bei Lade- und Entladevorgängen
- Zwingend erforderliche Firmware-Updates vor Erstnutzung
- Für kleine Haushalte möglicherweise überdimensioniert
- Wandbefestigung erfordert stabiles Mauerwerk
Fazit: Für wen lohnt sich die BP2700?
Die Anker SOLIX BP2700 Erweiterungsbatterie richtet sich primär an Haushalte mit mittlerem bis hohem Stromverbrauch. Familien, die abends und nachts regelmäßig 2 bis 3 kWh benötigen, können mit diesem Speicher einen Großteil ihres Bedarfs aus eigener Erzeugung decken. Die erhöhte Ladeleistung macht sich besonders bei größeren Solaranlagen bezahlt, die mittags viel Überschuss produzieren.
Empfehlung nach Haushaltstyp:
- Singles/Paare mit geringem Verbrauch: BP1600 ausreichend
- Familien mit 3-4 Personen: BP2700 optimal
- Haushalte mit hohem Eigenverbrauch: BP2700 erste Wahl
- Budget-orientierte Einsteiger: BP1600 als Kompromiss
Preislich liegt die BP2700 im mittleren bis gehobenen Segment. Wer langfristig plant und Wert auf maximale Autarkie legt, erhält ein zukunftssicheres System mit guter Erweiterbarkeit. Die Investition amortisiert sich schneller bei hohen Strompreisen und intensiver Nutzung. Technisch überzeugt die Erweiterungsbatterie durch einfache Installation, solide Verarbeitung und durchdachtes Energiemanagement. Dieser Anker SOLIX BP2700 Erweiterungsbatterie Review zeigt: Das System hält, was es verspricht.
Häufig gestellte Fragen
Kann ich mehrere Erweiterungsbatterien anschließen?
Ja, das System erlaubt die Kombination mehrerer Erweiterungsmodule. Allerdings erhöht sich dadurch nur die Gesamtkapazität, nicht die maximale Ladeleistung. Diese bleibt technisch auf 2.400 Watt begrenzt, unabhängig von der Anzahl angeschlossener Batterien. Für die meisten Haushalte reicht eine einzelne BP2700 völlig aus.
Wie lange dauert die Installation?
Die mechanische Montage nimmt etwa 20 bis 30 Minuten in Anspruch. Hinzu kommen die elektrische Verbindung und das Firmware-Update, was weitere 10 bis 15 Minuten erfordert. Insgesamt sollten Sie etwa 45 Minuten einplanen. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich, solange Sie die Anleitung befolgen.
Erhöht jeder zusätzliche Akku die Ladeleistung?
Nein, die maximale Ladeleistung wird durch das erste Erweiterungsmodul bestimmt. Weitere Batterien erhöhen ausschließlich die Speicherkapazität. Das System kann also nicht schneller laden, sondern nur mehr Energie aufnehmen. Diese Begrenzung ist technisch bedingt und lässt sich nicht umgehen.
Ist die BP2700 für Balkonkraftwerke geeignet?
Die BP2700 eignet sich hervorragend für Balkonkraftwerke mit Speicher, besonders in Kombination mit der Solarbank 3 Pro. Sie ermöglicht die Speicherung von Überschussenergie für die Abend- und Nachtstunden. Achten Sie darauf, dass Ihre PV-Module ausreichend Leistung liefern, um die erhöhte Ladekapazität optimal zu nutzen.





